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iPhone wird zehn

9. Januar 2007. Vor zehn Jahren präsentierte Steve Jobs das iPhone. Er hätte sich zweieinhalb Jahre auf diese Präsentation vorbereitet. Daher kann man heute eigentlich nicht den 10. Geburtstag vom iPhone feiern. Man kann aber gerne von einer Zeit vor dem iPhone und einer Zeit mit dem iPhone sprechen [ htub.de ].

Die erste Million verkaufte Apple in den ersten drei Monaten. Neun Jahre später erreichte Apple im September 2016 die Marke von 1,034 Milliarden Stück. Apple ist das iPhone. Das Smartphone trägt über 60 Prozent der Apple-Umsätze. Das wird auch noch eine Weile so bleiben, denn derzeit ist noch nicht klar, wie eine Zeit nach dem iPhone für Apple aussehen könnte: AirPods, Apple Pay, Apple Watch und das iCar werden in irgendeiner Form auf das iPhone angewiesen sein.

Das iPhone verdrängt Nokia und Blackberry weitestgehend von der Bildfläche. Das iPhone ersetzt MP3-Player, Digitalkamera und Navigationsgerät und für eine steigende Zahl von Menschen bietet das Smartphone den einzigen Zugang zum Internet und damit Teilhabe an digitaler Kommunikation. Das Internet-Communications-Device bietet mobile Computing for the Rest of US. Für die meisten Nutzer reicht es. Ein Computer wird zunehmend überflüssig. Insofern reicht das Schlagwort vom Post-PC bis zum Mac.

Das iPhone verdrängt auch bei Apple andere Produkte und Projekte. Das Betriebssystem macOS läuft in einigen Features und Funktionen dem iOS hinterher. Sicherlich gibt es jetzt Siri auf dem Mac, aber Messages sind bei iOS weiter und die einzige Bestimmung für den Mac scheint bei Apple darin zu bestehen, Apps für iOS zu entwickeln. Was ja erstmal nicht verkehrt ist, denn bei den Apps handelt es sich um einen Milliarden-Markt, an dem Apple seinerseits direkt partizipiert und profitiert. App Entwickler haben 2016 über den App Store 20 Milliarden US-Dollar verdient – eine Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zu 2015. Mit 240 Millionen US-Dollar ist zudem der 1. Januar 2017 der bisher umsatzstärkste Tag in der Geschichte des App Store. Am 31. Januar wird Apple seine Q1-Zahlen präsentieren und damit Auskunft über das Weihnachtsgeschäft geben.

Apple muss von weniger iPhones leben, wenn turnusmäßig zu Jahresanfang nach dem Weihnachtsgeschäft die Produktion gedrosselt wird. Im vergangenen Jahr verfehlte Apple erstmals seit 2001 eigene Wachstumsziele. Das wirkt sich auf die Boni im Top-Management aus. Das Jahresgehalt von Tim Cook sinkt auf 8,7 Millionen [ sec.gov ].

2017 wird geprägt sein von neuen Herausforderungen. Der Markt für Smartphones stagniert. Zusätzlich wird das iPhone zum Politikum. Trump fordert im Rahmen von America First eine Produktion in den USA. Er droht direkt mit Strafsteuern, die von chinesischer Seite mit Handelsbeschränkungen für das iPhone beantwortet werden. Unsicherheiten entstehen auch durch Trump und Taiwan und China. Als Vorgeschmack muss Apple die App der New York Times in China aus dem App Store nehmen. Kaum vorstellbar, dass Donald Trump bei seinem gespaltenem Verhältnis zur New York Times den Zugang zu der Zeitung als Ausdruck der Freiheit und der Stärke der amerikanischen Zivilgesellschaft verteidigen wird.

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