Hightech und Blech

18-Pro-Reviews

Gletscher, Burgund und die Illusion des Neuen

Hardware-Dienstag. Seit dem 18. September steht das iPhone 18 Pro in den Läden. Die Urteile der großen amerikanischen Tech-Blogs liegen vor, und sie fallen bemerkenswert einheitlich aus. Niemand hält das Gerät für schlecht. Kaum jemand hält es für aufregend. Allison Johnson, Senior Reviewerin bei The Verge, brachte den Konsens auf eine Formel, die in fast jeder Zusammenfassung zitiert wird. Das iPhone 18 Pro sei „excellent and utterly iterative“.

Das ist kein Verriss. Es ist die höfliche Form der Feststellung, dass Apple in diesem Jahr ein anderes Gerät ins Schaufenster gestellt hat. Wer die Tests liest, begegnet einem Produkt, das gar nicht getestet wurde. Das faltbare iPhone Duo kostet rund 2.000 Dollar und lässt sich erst ab dem 16. Oktober vorbestellen. Trotzdem prägt es jede Besprechung des Pro. Engadget schreibt, neben dem Duo wirke das 18 Pro wie ein klassisches „S“-Modell, also eine Überarbeitung des Vorjahres ohne neues Gesicht. Marques Brownlee greift in seinem YouTube-Test dasselbe Bild auf, hält das Gerät nach einer Woche Nutzung aber für unterschätzt. Wenn das iPhone 17 Pro mit seinem Redesign der große Schritt gewesen sei, dann sei das 18 Pro ein solider Nachzieher.

Mashable geht einen Schritt weiter und rät Unentschlossenen, das Duo erst im Laden in die Hand zu nehmen. Das ist bemerkenswert, denn die Kaufberatung für ein Pro-iPhone lief jahrelang auf eine einzige Frage hinaus. Groß oder klein. In diesem Herbst lautet sie flach oder faltbar.

Bei einer Kauf-Empfehlung herrscht wieder Einigkeit. Wer ein iPhone 17 Pro besitzt, braucht das neue Modell nach übereinstimmender Einschätzung nicht. Wer von einem 16 Pro oder älter kommt, erhalte laut Engadget eine spürbare Verbesserung. Mashable spricht für Besitzer älterer Geräte sogar von einem gewaltigen Sprung, vor allem beim Akku.

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Die großen Tech-Blogs bewerten das iPhone 18 Pro als technisch herausragendes, aber vorhersehbares Gerät. Chip, Kühlung und Akku überzeugen, die neue Blende bleibt bislang mehr Versprechen als Revolution. Der Preisaufschlag von 100 Dollar ist der einzige Kritikpunkt, den fast alle teilen. Das eigentliche Gesprächsthema dieses Herbstes ist ein anderes iPhone, und das kommt erst im Oktober.