Hightech und Blech

Große Jamaika-Ampel

G8 und der Gegenwind vom Gymnasium. In Schleswig-Holstein stehen die Zeichen auf Regierungswechsel nach der Landtagswahl (7.8): CDU ( 32 plus 1,2 ), SPD ( 27,2 minus 3,2 ), Grüne ( 12,9 minus 0,3 ), FDP ( 11,5 plus 3,3), Piraten ( 1,2 minus 7 ), SSW ( 3,3 minus 1,3, aber egal, weil ohne 5-Prozent-Klausel ), Linke ( 3,8 plus 1,5 ), AfD ( plus 5,9 ). Die AfD ist dabei. Die Piraten sind wieder raus. SPD und SSW aus der amtierenden Küstenkoalition verlieren. CDU und FDP gewinnen, aber werden sie auch regieren können?

Rechnerisch reicht es für die Große Koalition. Die geht immer. Doch die hält Wahlsieger Günther (CDU) für nicht das Richtige.
Dann könnte es zur Jamaika-Koalition kommen. Das ist ein Bündnis aus Schwarz und Grün mit einem gelben Kreuz. Aber hier wollen die Grünen nicht den neo-liberalen Hilfs-Büttel geben.
Und schließlich könnten sogar noch die Verlierer in einer rot-gelb-grünen Ampel-Koalition regieren, wenn Kubicki (FDP) dies zuvor nicht so-gut-wie ausgeschlossen hätte.
Und dann gibt es noch eine vierte Alternative: Die CDU stellte eine Minderheitsregierung und sucht sich je nach Thema Mehrheiten mit der SPD, den Grünen und der FDP.

Die einen wollen nicht.
Die anderen können nicht.
Bild: Till Westermayer

Nach bundesdeutscher Tradition darf die stärkte Fraktion sich zuerst um eine Regierungsbildung bemühen. Damit möchte man in Kiel bis nach der nächsten Wahl am kommenden Wochenende in NRW warten. Dort kann die SPD ebenfalls aus der Regierungspflicht entlassen werden. [ Bild: tagesschau.de ]