Hightech und Blech

iMac mit M6

Bunt, schnell und eine Frage der Haltung mit dem neuen iMac mit M6

Apple stellt den neuen iMac mit M6 vor

Hardware-Dienstag. Neben dem MacBook Pro hat Apple heute (27.10) auch den iMac mit M6 vorgestellt. Äußerlich bleibt alles beim Alten. 24 Zoll, 4.5K-Auflösung, 500 Nits und sieben Farben von Blau bis Silber. Die Neuerungen stecken im Inneren, und sie sind größer, als es zunächst scheint. Denn der iMac überspringt den M5 komplett und misst sich am M4.

Entsprechend groß fallen Apples Versprechen aus. Die Grafik sei bis zu doppelt so schnell wie beim Vorgänger, lokale KI bis zu fünfmal so schnell. Wer von einem Intel-iMac kommt, erlebe sogar bis zu 18-mal mehr Leistung. Dazu kommen WLAN 7, Bluetooth 6 und eine bis zu doppelt so schnelle SSD.

iMac is the world’s best all-in-one, and today it raises the bar yet again — the new iMac has everything users need to run their businesses, manage their lives, and bring their ideas to life.
[ Shelly Goldberg, Apple VP of Hardware Engineering ]

Doch Apple teilt den iMac erneut in zwei Klassen. Das Einstiegsmodell für 1.799 Euro bekommt nur einen beschnittenen M6 mit je zehn CPU- und GPU-Kernen. Den vollen Chip mit zwölf Kernen, vier Thunderbolt-Anschlüsse, Touch ID ab Werk, Nanotexturglas und 2,5-Gigabit-Ethernet gibt es erst ab 1.999 Euro. Wer einen iMac kauft, sollte gleich zu diesem Modell greifen.

Lohnt das Upgrade? Für Besitzer eines Intel-iMacs uneingeschränkt. Auch wer den ersten bunten iMac mit M1 von 2021 nutzt, gewinne laut Apple Faktor 2,5 in Excel und 3,3 bei der Bildbearbeitung. Für Besitzer eines M3 oder M4 ist der Sprung dagegen kein Grund, ein funktionierendes Gerät zu ersetzen.

Spannender ist die Frage nach der Alternative. Der Mac mini mit M6 kostet seit August 1.049 Euro. Die Differenz zum vollwertigen iMac beträgt 950 Euro. Dafür bekommt man einen ordentlichen 4K-Monitor, Tastatur und Maus. Und hier liegt das eigentliche Argument. Ein externer Bildschirm überlebt den Rechner, ein iMac-Display stirbt mit ihm. Wer in Zyklen von fünf oder sechs Jahren denkt, fährt modular nachhaltiger. Allerdings startet der Mac mini mit mageren 256 GB SSD, und der Speicher ist wieder fest verlötet.

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Das MacBook Pro mit M6 kostet 2.299 Euro, also 300 Euro mehr als der große iMac. Dafür gibt es denselben Chip, das deutlich hellere XDR-Display, bis zu 24 Stunden Akku und die Freiheit, den Schreibtisch zu verlassen. Wer ohnehin einen Monitor besitzt, bekommt mit dem Notebook Desktop und Laptop in einem Gerät. Der iMac mit M6 ist der richtige Mac für alle, die einen aufgeräumten Schreibtisch ohne Kabelsalat wollen. Wer kauft, sollte das Modell mit zwölf Kernen nehmen. Wer langfristig denkt, greift zum Mac mini und einem eigenen Monitor. Und wer schon einen Bildschirm besitzt, legt 300 Euro drauf und wird mit dem MacBook Pro mobil.