Mac-Montag. Nach mehr als einem Jahr Verhandlungen haben Apple und Intel eine vorläufige Vereinbarung getroffen: Intel soll künftig Prozessoren für Apple-Geräte fertigen. Das berichtet das Wall Street Journal.
Für Apple wäre es das Ende einer Ära – bislang bezieht der Konzern sämtliche modernen Chips ausschließlich von TSMC. Hintergrund ist, dass TSMCs Kapazitäten durch die KI-Nachfrage stark ausgelastet sind. Apple-CEO Tim Cook hatte zuletzt eingeräumt, dass iPhone-Verkäufe wegen Engpässen beim Auftragsfertiger gelitten haben.
Welche Apple-Geräte konkret Intel-Chips erhalten sollen, ist noch unklar. Berichten aus dem Herbst 2025 zufolge könnten es M-Series-Chips für Mac und iPad sein. Analyst Ming-Chi Kuo hatte eine mögliche Produktion ab 2027 ins Spiel gebracht.
Laut WSJ hat auch die US-Regierung aktiv auf den Deal hingewirkt – Trump hatte Intel-Anteile erworben und setzt auf heimische Chipfertigung als strategisches Ziel, an dem er sich auch persönlich bereichern kann. Die Börse reagierte prompt: Intel-Aktien stiegen um rund 15 Prozent, Apple-Papiere legten knapp zwei Prozent zu. Beide Unternehmen wollten den Deal nicht kommentieren.