Hightech und Blech

Kein Olympia in Hamburg

Der große Sport findet keine Mehrheit in Hamburg

Sonntagsfrage zum Sport. Hamburg hat sich erneut gegen eine Olympiabewerbung entschieden. Schon bevor alle Stimmen ausgezählt waren, zeichnete sich am Sonntagabend eine klare Mehrheit für das Lager der Gegner ab.

Beim Referendum am 31. Mai 2026 stimmten die Hamburgerinnen und Hamburger darüber ab, ob sich ihre Stadt als Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. Nach 663 von 698 ausgezählten Gebieten stimmten 54,9 Prozent der Hamburger mit „Nein“ (334.637). 45,1 Prozent (274.888) stimmten mit „Ja“. Noch steht kein Endergebnis fest, aber der Ausgang wird klar: Selbst wenn die noch nicht ausgezählten Stimmen mit „Ja“ ausfallen, sagen die Hamburgerinnen und Hamburger „Nein“ zu einer Kandidatur.

Damit lehnt die Hansestadt ein olympisches Großereignis bereits zum zweiten Mal ab – schon 2015 hatten sich die Bürger gegen eine Bewerbung ausgesprochen. Insgesamt waren rund 1,3 Millionen Hamburger stimmberechtigt. Damit das Referendum erfolgreich gewesen wäre, hätte es mehr Ja- als Nein-Stimmen geben müssen, und mindestens 262.609 Menschen hätten mit „Ja“ stimmen müssen – beide Hürden wurden klar verfehlt.

Für den deutschen Olympia-Traum ist das Rennen damit aber nicht beendet: Mit München, der Rhein-Ruhr-Region und Berlin bleiben drei Konkurrenten im Wettbewerb. Die Entscheidung über den deutschen Bewerber fällt am 26. September durch den DOSB.