Kingston will SSD-Datenspeicher für den Massenmarkt erschwinglich machen und das Laufwerk SSDNow V ab dem 9. November für 98 Euro verkaufen. Der Nachteil: Mit 40 Gigbayte Kapazität stellt das Medium kaum eine Alternative zu einer Festplatte dar, Kingston möchte SSDNow V deshalb als reines Boot-Laufwerk verkaufen, auf dem Anwender das Betriebssystem und einige Programme installieren. Kingston setzt dabei auf die Chips der Intel Laufwerke X25.
Mit 170 Megabyte Lese- und 40 Megabyte pro Sekunde Schreibgeschwindigkeit bewegt sich Kingstons neues Einsteiger-Laufwerk zwar nicht gerade in der Formel 1 unter den SSD-Speichern, trotzdem ist es noch deutlich schneller als herkömmliche Festplatten. Das 2,5-SATA-Laufwerk lässt sich dank seiner Größe sowohl in Note- oder Netbooks sowie mittels Kingstons Upgradekit in Desktop-Rechnern installieren. Für Note- und Netbook-Benutzer ohne großen Datenhunger mag der Speicherplatz ausreichen, Golem warnt in seinem Testbericht aber davor, dass man die Kapazität eines SSD-Laufwerks nie voll ausnutzen sollte, da der Wear-Levelling-Effekt den Speicher sonst immer langsamer werden lässt.
Da das Kingston-Laufwerk aber die Chips der Intel-Laufwerke X25-M einsetzt, können seine Benutzer von einem neuen Firmware-Update des Herstellers profitieren. Dadurch gehört der Effekt zumindest unter Windows der Vergangenheit an: Intels neue SSD-Firmware erlaubt Zugriffe über so genannte Trim-Befehle, Diese unterstützt allerdings nur Windows 7 nativ, Windows XP und Vista lassen sich entsprechend aufrüsten. Mac-User haben bis zu einem entsprechend Update das Nachsehen.
Das SSDNow V ist möglicherweise aber nur das erste von vielen günstigen Angeboten: Western Digital hatte im Frühjahr den SSD-Hersteller Silicon Systems übernommen, dessen Angebot bisher aber nicht ausgebaut. In Zukunft möchte das Unternehmen seine Investitionen in den Markt aber intensivieren und so zu einem neuen Konkurrenten der bisher führenden Hersteller werden.