Der Mac zur Miete im Apple Upgrade Program. Und warum das kein Service ist
Mac-as-a-Service am Montag. Apple hat in den USA das iPhone Upgrade Program beendet. An seine Stelle tritt Apple Upgrade. Ein Leasingmodell für iPhone, Apple Watch, Mac und iPad. Vorerst nur in den Vereinigten Staaten. Das klingt nach Zukunft. Nach Mac-as-a-Service. Es ist aber weder das eine noch das andere.
Erstens ist es kein Abo. Es ist ein Leasing nach Art eines Autokredits. Man mietet, gibt zurück oder kauft am Ende aus. Ein echter Service hätte kein Eigentum am Horizont. Hier steht es am Ende der Laufzeit.
Zweitens betreibt Apple das gar nicht selbst. Das Leasing stellt Klarna. Die Verwaltung läuft in der Klarna-App. Das alte Programm war Apples eigene Finanzierung. Das neue ist eine ausgelagerte Konstruktion eines schwedischen Zahlungsdienstleisters. Apple behält die Kundenbeziehung. Das Kreditrisiko wandert zu Klarna.
Der Zeitpunkt verrät den Zweck. Die Speicherpreise explodieren. Apple hat gerade die Mac- und iPad-Preise erhöht. Das iPhone bleibt vorerst verschont. In diese Lücke stößt das Leasing. Die Monatsrate ist das eigentliche Produkt. Sie betäubt den Listenpreis. Wer 24,99 Dollar im Monat liest, rechnet nicht mehr in vollen Kaufpreisen.
Beim Mac ist die Rechnung am fragwürdigsten. Ein MacBook lässt sich sieben Jahre und länger produktiv einsetzen. Apple bewirbt genau diese Langlebigkeit seit Jahren. Das Leasing arbeitet dagegen. Ein 14-Zoll-MacBook-Pro für 1.999 Dollar kostet in der Miete 38,99 Dollar im Monat. Über 36 Monate sind das 1.400 Dollar. Für eine Maschine, die man doppelt so lange behalten könnte. Man mietet drei Jahre ein Gerät, das man längst besitzen würde.
Dazu kommt ein Winkelzug von Apple, der leicht zu übersehen ist. Das alte Programm enthielt AppleCare+ in der Rate. Das neue nicht. Die Absicherung kostet jetzt extra. Die Schlagzeile wird billiger. Die Endsumme teurer, denn zu den 1.400 kommen noch einmal 700 für die Versicherung dazu: 2.100 Dollar.
Ist das die Zukunft des Vertriebs? Nein. Der Kanal bleibt gleich. Apple Store und Netz. Was sich ändert, ist das Eigentum. Aus Kauf wird Miete. Das ist die Zukunft der Preisgestaltung, nicht die des Vertriebs.
Das Modell verlangt eine US-Bonitätsprüfung und eine Sozialversicherungsnummer. Ohnehin dürfte es schwer werden, ein Apple-Upgrade in Europa anzubieten. In der EU träfe es auf die Verbraucherkredit-Regeln und die BNPL-Aufsicht. Und es kollidiert mit dem Recht auf Reparatur. Wem gehört der Reparaturanspruch an einem Gerät, das man zurückgibt. Und so bleibt es bei der Ironie, dass ein europäisches Fintech den amerikanischen Hardware-Vertrieb finanziert.
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Apple ersetzt das iPhone Upgrade Program durch Apple Upgrade. Ein Klarna-Leasing für iPhone, Mac, iPad und Watch. Es ist kein Service, sondern eine Miete. Und ein Werkzeug gegen die steigenden Preise. Beim Mac jedoch geht nicht Rechnung nicht auf, denn eine Mac-Miete steht im Widerspruch zur beworbenen Langlebigkeit.