Hightech und Blech

Microsoft Office v.X für Mac OS X.

Ein Office für X Bei der Programmierung der aktuellen Office-Version mussten einige Schwierigkeiten überwunden werden: "Mac OS X war zum Marktstart noch nicht in allen Bereichen endgültig definiert. Es hat in den ersten Monaten noch eine Reihe von Änderungen gegeben, die man nun in der Version 10.1 sehen kann", berichtet Kevin Browne, Chef der Macintosh-Abteilung bei Microsoft.

Das Ergebnis kann sich wohl sehen lassen: Noch nie war das Paket aus Word (Textverarbeitung), Excel (Tabellenkalkulation), PowerPoint (Präsentation) sowie Entourage (E-Mail und Kalender) so "maclike", also so gut in das Macintosh-Betriebssystem integriert. Die Entwickler von Bill Gates haben – anders als bei Vorgängerversionen – der Versuchung widerstanden, einer Macintosh-Software einen Windows-Anstrich zu verpassen.

Das Microsoft-Programm nutzt auch die Möglichkeiten der neuen Quartz-Grafikengine von Mac OS X aus. So können beispielsweise Bilder und Texte überlagert werden, wobei der Anwender die Transparenz der eingebundenen Bilder frei bestimmen kann. Außerdem ist es ohne zusätzliche Software möglich, alle Office-Dokumente als PDF-Datei für den systemübergreifenden Austausch auszugeben.

So geben zum Beispiel die Apple-Experten der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift MACup dem Office-Paket insgesamt gute Noten.
"Die Integration des Office-Pakets in das neue Betriebssystem ist sehr gut gelungen", sagt Chefredakteur Volker Riebartsch.
Im Vergleich zum Office 2001 bietet das Office v.X jedoch kaum neue Funktionen. "Das spielt aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle, da erfahrungsgemäß die meisten Anwender tatsächlich nur ein Bruchteil der vorhandenen Features überhaupt nutzen", sagt Riebartsch. Wichtiger sei, dass die Funktionsfülle des Office-Pakets von Microsoft nicht mehr nur für das alte Macintosh-System zu Verfügung stehe, sondern auch für Mac OS X. "Das ist ein wichtiger Schritt, um endgültig System 9 und die Classic-Umgebung loszuwerden."

Den lizenzierten Anwendern von Office 2001 macht Microsoft den Umstieg leicht: befristet bis zum 15. Dezember 2001 bietet das Softwarehaus das Update auf Office X v.X für rund 51 Mark (26 Euro) an statt 761 Mark (389 Euro). Die Vollversion kostet 1386 Mark (709 Euro).

Im Gegensatz zur XP-Reihe für Windows-Rechner verzichtet Microsoft bei den Macintosh-Programmen noch auf die umstrittene Produktaktivierung über das Internet oder Telefon. Das Programm überprüft allerdings im Hintergrund, ob im Netzwerk mehrere Office-Versionen mit identischer Seriennummer laufen.

Weiterführende Informationen
www.microsoft.com