Hightech und Blech

Pebble ist Geschichte

Fitness am Freitag. Im Update #17 informiert Pebble am Mittwoch (7.12) über Kickstarter die Unterstützer der letzten Kampagne für Pebble 2, Pebble Time 2 und Pebble Core sowie die noch nachgelegte Pebble Time Round. Alle Unterstützer erhalten über Kickstarter ihr Geld zurück. Allerdings erst im März 2017.

Wer seine Pebble 2 bereits erhalten hat, darf sie behalten und bekommt kein Geld zurück. Wer seine Pebble 2 erhalten hat, kann sich jedoch schon jetzt von ihr verabschieden, denn die weitere Entwicklung der Hardware und Software wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Es wird keinerlei Updates für Pebble OS mehr geben. Ebenso wird es keine Updates geben, wenn die Pebble-App zum Beispiel auf dem iPhone aussteigt, weil Apple etwas geändert hat. Spätestens im kommenden Jahr, wenn das nächste iPhone mit Bluetooth 5 und iOS 11 kommt, dann wird man sehen … Pebble ist Geschichte.

Ich finde es schade, denn auf den Pebble Core – den iPod shuffle mit GPS und GSM und Alexa und Anbindung an meine Lauf-App Runkeeper – auf den hatte ich mich gefreut. Die Time 2 wäre auch ein Upgrade gewesen für meine Ur-Pebble, bei der ich jedes Mal erschrecke, weil der Vibrationsalarm so grob anschlägt.

Auf der anderen Seite zeigt die Pebble-Story, dass es eben nicht reicht, ein Produkt erfolgreich durch Kickstarter zu schicken, und dann noch eines und dann noch eines. Sich von der Konkurrenz kaufen zu lassen ist eine Option. Pebble gehört jetzt zu Fitbit, die mindestens einmal Marktbereinigung betreiben.

Pebble hat Schulden. Weil: Entwicklung von Hardware und Produktion in China ist nicht billig. Das gibt es nicht umsonst. Ohne das Geld von Fitbit wäre Pebble trotzdem pleite. Und dann hätte auch niemand mehr die Pebble weiterentwickelt. Insofern handelt es sich eigentlich nur um Schadensbegrenzung: Over and out.
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