Hightech und Blech

Shine on 27

Macs am Mittwoch. Was Apple für das erste Halbjahr 2027 plant. Es geht um ein halbes Dutzend Geräte, die zwischen Jahresbeginn und Frühsommer 2027 erwartet werden: drei iPhones, ein iPad und zwei MacBooks. Nichts davon ist bestätigt. Der Großteil der Angaben stammt aus Berichten von Bloomberg-Reporter Mark Gurman und aus der einschlägigen Leak-Szene. Vieles ist plausibel und manches kann bis zum Verkaufsstart noch kippen.

Der eigentliche Grund, warum wir das komplette Standardsortiment erst im Frühjahr sehen, ist Apples umgebauter Launch-Rhythmus. Die teuren Modelle – iPhone 18 Pro, Pro Max und das erste faltbare iPhone – kamen jetzt im Herbst 2026. Das günstigere Volumen hebt sich Apple fürs Frühjahr auf. Laut Gurman will der Konzern das Trio aus iPhone 18, iPhone 18e und der zweiten Generation des iPhone Air im März oder April vorstellen. Ob es dafür ein Live-Event gibt oder nur eine Pressemitteilung, ist offen.

Aber, wer im Herbst kein Pro kaufen wollte, wartet auf ein reguläres iPhone erstmals bis ins Frühjahr — und damit fast anderthalb Jahre nach dem iPhone 17.

Die drei iPhones

Das iPhone 18 bekommt den neuen A20-Chip, mehr Arbeitsspeicher und bessere Kameras, aber keinen großen Umbau. Interessant ist eher eine Randnotiz: Es kursiert das Gerücht, Apple könnte das Standard-18 ganz streichen und das Air 2 zum neuen 999-Dollar-Einstieg machen. Belastbar ist das nicht — die meisten Zulieferer-Quellen sehen weiterhin drei getrennte Modelle.

Das iPhone 18e ist die Einstiegsklasse. Erwartet werden der A20-Chip, 9 GB RAM, das hauseigene C2-Modem und eine 48-MP-Kamera. Gespart wird weiterhin beim Display, das bei 60 Hz bleibt — möglicherweise ergänzt um eine Dynamic Island.

Das iPhone Air 2 ist der spannendste Kandidat, weil es eine Korrektur ist. Die erste Air-Generation verkaufte sich merklich schwächer als iPhone 17 und 17 Pro. Die Nachfolge soll gegensteuern: A20-Chip, eine zweite Rückkamera, ein größerer Akku und das Vapor-Chamber-Kühlsystem aus dem iPhone 17 Pro. Vor allem die zweite Kamera schließt die größte praktische Lücke zum regulären iPhone — und wäre damit das Argument, das dem ersten Air gefehlt hat.

iPad Air M5

Der eigentliche Sprung findet beim iPad Air statt. Das neue iPad Air bekommt nicht den M6, sondern den M5 . Apple hält den Air traditionell eine Chip-Generation hinter dem iPad Pro, und das bleibt so.

Das eigentliche Highlight ist ohnehin nicht der Prozessor, sondern das Display. Apple stellt das iPad Air Anfang 2027 voraussichtlich auf OLED um – mit einem günstigeren Single-Stack-LTPS-Panel von Samsung, das unterhalb des Tandem-OLED im iPad Pro angesiedelt ist. Das wäre die größte Änderung, die das Gerät seit Jahren erfahren hat. Und weil das Gehäuse seit 2020 unverändert ist, wird bei dieser Gelegenheit sogar über ein Redesign spekuliert.

Zwei Mac-Book-Computer

Das MacBook Air mit M6 ist der unspektakulärste Posten der Liste. Erwartet wird der neue Chip um März 2027 herum, in 13 und 15 Zoll. Sonst bleibt alles beim Alten: gleiche Form, gleiches Display, gleiche Anschlüsse, nur schneller. OLED für den Air ist noch Jahre entfernt.

Deutlich mehr Bewegung steckt im MacBook Neo 2 , dem Nachfolger von Apples günstigem A-Chip-Notebook. Gurman nennt drei Neuerungen: den A19-Pro-Chip statt des bisherigen A18 Pro, 12 GB RAM statt 8 und neue Farboptionen. Gerade der Speichersprung ist der Punkt, weil er die häufigste Kritik am Original entschärft — 8 GB waren für ein Gerät, das jahrelang auf dem Schreibtisch bleibt, arg knapp. Preislich dürfte der Neo 2 auf dem Niveau des aktuellen Modells starten, das im Juni von 599 auf 699 Dollar angehoben wurde.

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2027 wird für Apple kein Jahr der großen Neuerfindung, sondern eines der breit gestreuten Updates — verteilt über den Kalender, mit der KI als roter Faden. Apple hat bereits im Juni 2026 die Preise für Macs und iPads angehoben, und weitere Aufschläge bei den neuen Modellen sind wahrscheinlich. Gleichzeitig brauchen Apple AI und Siri AI mehr Arbeitsspeicher, was die Lage bei den Speicherchips weiter angespannt hält.