Hightech und Blech

X in Paris durchsucht

#twittwoch im Netz. Das Pariser Büro von X.com wurde im Rahmen eines Strafverfahrens wegen mutmaßlicher Cyberdelikte durchsucht, darunter der Vorwurf der Mitwirkung an der Verbreitung von Kinderpornografie‑Material, sexuellen Deepfakes, Holocaustleugnung, politischer Einflussnahme über den Algorithmus sowie unrechtmäßiger Datenmanipulation bzw. -extraktion durch eine organisierte Gruppe. [ theguardian.com ]

Die Staatsanwaltschaft Paris führt eine Untersuchung zu möglichen Straftaten auf der Plattform X, darunter die Verbreitung beziehungsweise Besitz von kinderpornografischen Bildern, Erstellung und Verbreitung sexueller Deepfakes sowie Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zudem wird untersucht, ob der Empfehlungs‑Algorithmus von X zur politischen Einflussnahme in Frankreich genutzt oder manipuliert wurde und ob Daten aus automatisierten Systemen unerlaubt extrahiert wurden. Die Razzia in den Büroräumen in Paris wurde vom Cybercrime‑Dezernat der Staatsanwaltschaft zusammen mit der Cyber‑Einheit der Polizei und Europol durchgeführt.

Vorgeladen wird Elon Musk von der Staatsanwaltschaft Paris, konkret von der für Cyberkriminalität zuständigen Abteilung. Es handelt sich um eine sogennannte convocation pour audition libre – eine freiwillige Anhörung im April 2026 in Paris. Neben Musk wurde auch die frühere X‑Chefin Linda Yaccarino geladen, beide in ihrer Funktion als faktische und formelle Verantwortliche der Plattform im relevanten Zeitraum.