Von .bit zu .mp3 Am 14. Juli 2005 wird der Name "MP3" zehn Jahre alt. Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen entschieden sich an diesem Tag im Jahr 1995 für ".mp3" als Dateiendung für das maßgeblich am Fraunhofer IIS entwickelte Audiokompressionsverfahren. Schnell wurde das Kürzel zum allgemein verwendeten Synonym für den ISO Standard IS 11172-3 "MPEG Audio Layer 3".
Der Dateiname .mp3 setzte sich damals am Fraunhofer IIS bei einer internen Befragung durch. In einer E-Mail vom 14. Juli 1995 wurde daraufhin der Name festgelegt und den Kollegen eingebleut, die Endung .bit nicht mehr zu verwenden.
Die Namensgebung kann als Abschluss der langjährigen Entwicklungsarbeiten eines Teams von bis zu 40 Mitarbeitern angesehen werden. Seit 1992 schützt die ISO-Standardisierung das MP3-Format vor allen Veränderungen. Zusammen mit der Verfügbarkeit von offenem Quellcode sichert dies die Abspielbarkeit der vielen Milliarden vorhandene MP3-Dateien – auch für die Urenkel der heutigen MP3-Generation.
Bei der Standardisierung war MP3 seiner Zeit so weit voraus, dass die Industrie die Technologie damals für praktisch nicht einsetzbar hielt. Aber die Entwicklung war der entscheidende technologische Schritt, und bis heute konnte kein anderes Verfahren MP3 als den Standard für digitale Musik auf dem Computer und im Internet verdrängen.
Mit dem MP3-Spieler entstand ein völlig neuer Markt in der Unterhaltungselektronik. Alleine in Deutschland wurden im vergangenen Jahr über 3 Millionen Geräte verkauft. Ein Ende des Booms der mobilen MP3-Abspielgeräte ist nicht in Sicht: Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2006 weltweit über 80 Millionen MP3-Spieler verkauft werden.
Weiterführende Informationen
www.iis.fraunhofer.de