iPhone Fold wird extrem. Extrem teuer und extrem knapp.
Hardware-Dienstrag. Ende Juli wird bei Foxconn die Massenfertigung des ersten faltbaren iPhones anlaufen. Vorgestellt wird das Gerät nach übereinstimmenden Berichten im September, gemeinsam mit iPhone 18 Pro und Pro Max. Interessanter als der Termin ist das Mengenverhältnis dahinter.
Analyst Ming-Chi Kuo rechnet für das dritte Quartal mit 500.000 bis einer Million ausgelieferten Foldables. Im selben Zeitraum sollen von iPhone 18 Pro und Pro Max 20 bis 22 Millionen Stück gefertigt werden. Für das komplette zweite Halbjahr gehen die Schätzungen beim Faltgerät auf 7 bis 8 Millionen hoch, optimistische Prognosen nennen 10 Millionen. Der Einstiegspreis soll zwischen 2.299 und 2.500 US-Dollar liegen.
Ein Faktor von mehr als zwanzig zum Quartalsstart ist keine Anlaufkurve, das ist eine Entscheidung. Scharnier und flexibles Display sind die kritischen Bauteile, die Ausbeute bestimmt hier die Stückzahl, nicht die Nachfrage. Apple hätte den Termin verschieben können, bis die Linien tragen. Stattdessen kommt das Gerät in Kleinstserie — als Preisanker über einem Portfolio, dessen Untergrenze gerade nach oben wandert.
Denn der Rest des Marktes steht unter Druck. Die Nachfrage der KI-Rechenzentren nach DRAM und NAND verknappt Speicher für alle anderen. Das trifft Einsteigergeräte härter als Premiumgeräte, weil dort die Marge fehlt, um Mehrkosten aufzufangen. Wer 2.500 Dollar für ein Faltgerät ausgibt, merkt einen Speicheraufschlag nicht. Wer 200 Euro ausgeben wollte, findet das Gerät nicht mehr.
Dazu passt eine zweite Meldung dieser Woche. Laut Mark Gurman habe Apple sowohl einen M2 Extreme als auch einen M3 Extreme entwickelt und beide Projekte eingestellt — Kosten und zu geringe Nachfrage. Die Chips hätten doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie die Ultra-Modelle geboten. Zwei unveröffentlichte Mac-Pro-Modelle seien ebenfalls gestrichen worden; der Mac Pro selbst ist im März nach zwanzig Jahren ausgelaufen.
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Beides ist dieselbe Bewegung. Apple verknappt das obere Ende und verteuert das untere. Was bleibt, ist ein schmaler, hochpreisiger Korridor in der Mitte, der die Marge trägt. Ende Juli startet die Fertigung des faltbaren iPhones: 500.000 bis 1 Million Stück im dritten Quartal gegen 20 bis 22 Millionen iPhone 18 Pro. Apple verknappt das Spitzensegment bewusst — bei den Macs zeigen die gestrichenen Extreme-Chips dieselbe Logik. Ob das aufgeht, entscheidet sich nicht im September auf der Bühne, sondern im vierten Quartal an der Vorbestellungsstrecke.