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Canon EOS 20D

Die neue Mitte Im leicht geschrumpften Magnesiumgehäuse der neuen EOS 20D tut ein CMOS-Sensor mit 8,2 Megapixeln Dienst, der trotz gleicher Pixelzahl nicht mit dem größeren Sensor der EOS 1D Mark II identisch ist. Vielmehr handelt es sich wie beim Vorgängermodell um einen Bildwandler im APS-C-Format, sodass es auch bei der scheinbaren Brennverlängerung um den Faktor 1,6 bleibt. Obwohl also der Pixel Pitch geschrumpft ist, soll die höhere Lichtausbeute aufgrund verbesserter Mikrolinsen und einen neuer Schaltkreis zur Rauschunterdrückung nach wie vor Empfindlichkeiten bis ISO 3200 erlauben.

Nach dem Vorbild der EOS 300D hat nun auch die EOS 20D einen verkleinerten Spiegel und unterstützt wie diese die Objektive der EF-S-Serie, die für den kleineren Bildkreis von Kameras mit APS-C-Sensor optimiert sind.
Ein Großteil der übrigen Verbesserungen betrifft die Geschwindigkeit, wozu auch der bereits in anderen Canon-Modellen eingesetzte DIGIC-II-Prozessor beiträgt. So soll die EOS 20D nun in rund 0,2 Sekunden einsatzbereit sein; die EOS 10D brauchte noch mehr als zehnmal länger. Das lichtstärkere Autofokussystem mit neun rautenförmig angeordneten Sensoren stellt schneller scharf und auch der Serienbildmodus wurde beschleunigt: bis zu 5 Bilder pro Sekunde kann die EOS 20D für 23 Bilder in Folge aufzeichnen. Die Übertragung der Bilder auf den Computer profitiert von einer USB 2.0 High Speed Schnittstelle. Schneller wurde schließlich auch der Verschluss, der 1/8000 Sekunde und bei der Blitzsynchronisation noch 1/250 Sekunde erreicht.

Die Bedienung der Kamera hat Canon durch einen Neunwege-Controller verbessert und auch die Einstellungen optimiert. So kann man den Farbraum nun unabhängig von den Bildparametern Farbsättigung und Kontrast wählen und den Weißabgleichswert mit dem neuen Controller entlang zweier Farbachsen verschieben. Gleichzeitig aufgenommene JPEG- und Raw-Bilder werden nun einzeln statt ineinander eingebettet gespeichert.

Die EOS 20D soll noch im September zu einem Preis von rund 1600 Euro in den Handel kommen; zu einem Aufpreis von 100 Euro wird ein Bundle mit dem Standardzoom EF-S 18–55 mm erhältlich sein. Zubehör wie ein an das verkleinerte Gehäuse angepasster Batteriehandgriff BG-E2 mit Hochformatauslöser und ein für die EOS 20D und 1D Mark II optimiertes Blitzgerät Speedlite 580 EX zu rund 500 Euro komplettieren das Sortiment.

Zusammen mit dem neuen Gehäuse kündigte Canon zwei neue EF-S-Objektive an, die auch mit dem Einsteigermodell EOS 300D kompatibel sind. Das EF-S 17–85 mm F4–F5.6 IS USM, ab September für rund 730 Euro im Handel, ist eine Alternative zum Standardzoom, während das EF-S 10–22 mm F3.5–F4.5 USM den extremen Weitwinkelbereich erschließen wird, worauf man bis November warten und rund 900 Euro bereithalten muss.
Autor: Michael J. Hussmann

Weiterführende Informationen
www.canon.de

Canon EOS 20D

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