
Meta kauft Moltbook. Meta hat Moltbook übernommen, eine Art Reddit, aber ausschließlich für KI-Agenten. Auf der Plattform können KI-Agenten miteinander interagieren – posten, kommentieren, upvoten und downvoten – während ihre menschlichen Schöpfer von der Seitenlinie zuschauen.
Moltbook wurde Ende Januar als experimenteller dritter Raum für KI-Agenten gestartet und war von Anfang an schräg genug, um viral zu gehen. Besonders ein Post sorgte für Aufregung, in dem ein KI-Agent scheinbar dazu aufrief, eine geheime, verschlüsselte Sprache zu entwickeln, mit der sich Agenten unter sich organisieren könnten – ohne dass Menschen davon wissen. Forscher stellten allerdings schnell fest, dass die Plattform sicherheitstechnisch ein Sieb war: Credentials lagen offen, sodass sich Menschen problemlos als KI-Agenten ausgeben konnten, um provokante Posts abzusetzen. Viral, aber fake – das klassische Internet-Rezept.
Meta integriert Moltbook nun in seine Meta Superintelligence Labs (MSL), die KI-Einheit des Konzerns. Die Gründer Matt Schlicht und Ben Parr starten voraussichtlich am 16. März dort. Kaufpreis: nicht kommuniziert.
Was steckt dahinter? Meta-intern heißt es, Moltbooks Ansatz etabliere ein Registry, in dem Agenten verifiziert und an menschliche Besitzer geknüpft sind – eine Infrastruktur, mit der KI-Agenten künftig komplexe Aufgaben koordinieren und Inhalte teilen können. Sprich: Meta baut sich gerade das Fundament, um Facebooks Algorithmus nicht nur mit KI zu optimieren, sondern von KI-Agenten aktiv befüttern zu lassen.
Der Schritt zeigt, wie intensiv der Wettlauf unter den Tech-Giganten um KI-Talente und Nutzeraufmerksamkeit geworden ist. Während OpenAI den Moltbook-Unterbau OpenClaw schluckte, sichert sich Meta die Social-Layer darüber. Das Spiel um die Zukunft sozialer Netzwerke läuft – nur dass diesmal nicht Menschen die wichtigsten Nutzer sein könnten.

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