Pi-Day, 14. März 2026. Der 14. März ist der Pi-Day (3.14). Der Tag, an dem es um den Raspberry Pi gehen soll und um ein besonderes Projekt, mit vergleichsweise bescheidenem Budget und viel Kreativität eine professionelle Broadcast-Kamera selbst zu bauen.
In den vergangenen Wochen sorgte ein Projekt des Entwicklers und Makers Martijn Braam in der Maker-Community für reichlich Aufmerksamkeit. Braam stellte Anfang Februar 2026 sein Vorhaben vor, einen Raspberry Pi in eine vollwertige Studio- und Streaming-Kamera zu verwandeln. Damit traf Braam einen Nerv.
Braam ist nicht der erste, der eine Kamera aus einem Raspberry Pi baut. Was jedoch fehlte, war eine durchgängige Lösung für den Einsatz als Broadcast-, Studio- oder Streaming-Kamera. Diese Lücke schließt seine PiCam.
Die Hardware ist bewusst schlicht gehalten: ein Raspberry Pi 5 mit Touchscreen und dem HD-Kameramodul, untergebracht in einem rustikalen Holzgehäuse. Der eigentliche Clou liegt in der Software. Braam entwickelte eine latenzarme grafische Benutzeroberfläche, die über einen HDMI-Ausgang ausgespielt wird. Das System ist für die direkte Integration in Videomischpulte ausgelegt: Ein HDMI-Ausgang liefert das GUI, der andere das unbearbeitete Videosignal.
Dank getrennter Display-Planes sind Kamera-Feed und Benutzeroberfläche vollständig entkoppelt – selbst wenn die UI-Anwendung abstürzt, läuft die Kamera problemlos mit 60 fps weiter. 
Zusätzlich ergänzte Braam eine Netzwerk-Streaming-Funktion: Das Video kann via RTSP über das Netzwerk gestreamt werden – allerdings auf 30 fps begrenzt, was einer Hardware-Einschränkung des H.264-Encoders geschuldet ist. Als Streaming-Server nutzt er mediamtx, das den Stream über verschiedene Protokolle verfügbar macht.
Das Projekt ist noch in Entwicklung, Quellcode und Blogpost wurden jedoch bereits veröffentlicht und auf Hackaday ausführlich besprochen – was zu einem breiten Echo in der Community geführt hat.
[ Video: youtu.be/otN7aUJbgck ]

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