Spiel am Samstag. Dreißig Jahre nach dem Ende der legendären Marathon-Trilogie wagt Bungie den großen Sprung zurück in ein Universum, das den Grundstein für alles legte, was der Entwickler später mit Halo und Destiny erreichen sollte. Doch das neue Marathon ist kein Remake und keine direkte Fortsetzung – es ist eine vollständige Neuinterpretation. Und sie polarisiert.
Das originale Marathon erschien 1994 exklusiv für den Apple Macintosh – und gilt bis heute als einer der einflussreichsten Ego-Shooter seiner Zeit. Entwickelt von Bungie, bot die Trilogie (Marathon, Marathon 2: Durandal, Marathon Infinity) eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich tiefe Handlung, komplexes Leveldesign und eine Science-Fiction-Welt voller philosophischer Tiefe.
Das neue Spiel teilt das Universum mit der Originaltrilogie, ist aber kein direktes Sequel. Es spielt im Jahr 2893 – 99 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils – an Bord und rund um das Kolonialschiff UESC Marathon, das nach jahrzehntelangem Schweigen wieder ein Notsignal aussendet. Die 30.000 Kolonisten von Tau Ceti IV sind spurlos verschwunden. Was bleibt, sind Ruinen, feindliche Fraktionen und die Gier der Runner.
Die erzählerische DNA des Originals – enigmatische KIs, kosmisches Mysterium, eine Welt voller Lücken und Andeutungen – ist in der Neuauflage spürbar, wenn auch in ein Live-Service-Gerüst eingebettet. Statt einer linearen Kampagne enthüllt Marathon seine Geschichte über saisonale Events und spielergesteuerte Entdeckungen.
Am 5. März 2026 erschien das Spiel schließlich – mit einem Preis von 39,99 Euro, Cross-Play und Cross-Save auf allen Plattformen.

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