
Apple klingelt an der Haustür und will in Dein Wohnzimmer
Mac-Montag. Der Tech-Tober hat bei Apple in diesem Jahr einen eigenen Rhythmus. Statt einer großen Keynote verteilt der Konzern seine Neuheiten über mehrere Wochen. Das iPhone Duo, Apples erstes faltbares Smartphone, wurde zwar schon im September gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro vorgestellt, steht aber noch nicht im Handel. Vorbestellungen sind ab Freitag, dem 16. Oktober, möglich, der Marktstart folgt eine Woche später. In Deutschland beginnt der Preis bei 2.299 Euro.
Vorher will Apple ins Wohnzimmer. Für Dienstag hat der Konzern unter dem Motto Welcome home nach New York eingeladen. Was dort gezeigt wird, hat Apple offiziell nicht verraten. Bloomberg-Reporter Mark Gurman zufolge sollen ein neuer HomePod mini und ein neues Apple TV 4K kommen, beide äußerlich kaum verändert, aber mit schnelleren Chips. Die braucht es auch. Der HomePod mini stammt technisch aus dem Jahr 2020, das Apple TV aus 2022. Im Mittelpunkt solle jedoch ein neues Gerät stehen, eine Smart-Home-Zentrale mit rund sechs Zoll großem, quadratischem Display, die auf dem Tisch stehen oder an der Wand hängen könne. Ob auch der große HomePod erneuert wird, ist offen.
Bemerkenswert ist, was Apple nicht selbst baut. Laut Gurman habe der Konzern gemeinsam mit LG eine Reihe von Zubehör entwickelt, darunter Videotürklingel, Thermostat, smartes Türschloss sowie Kameras für innen und außen. Verkauft werden sollen die Geräte unter dem Namen LG. Zulassungsunterlagen bei der US-Behörde FCC nennen bereits Produktnamen wie LG Smart Deadbolt Lock und LG Video Doorbell Wired. In den Handel kommen sollen sie allerdings erst später.
Für Apple ist das ein bequemer Weg. Das Ökosystem wächst, ohne dass der Konzern Herstellung und Kundendienst für jedes Türschloss übernehmen muss. Doch gerade hier liegt der Widerspruch. Kameras, die das eigene Wohnzimmer filmen, und Schlösser, die über den Zugang zur Wohnung entscheiden, sind Vertrauensprodukte. Apple verkauft seit Jahren Datenschutz als Markenkern. Ausgerechnet bei den sensibelsten Geräten im Haus steht nun ein anderer Name auf der Verpackung.
Für Kund:innen in Deutschland kommt eine zweite Frage hinzu. Die neue Generation der Home-Geräte ist um Siri AI herum gebaut. Siri AI startet aber zunächst auf Englisch, als nächste Sprachen hat Apple Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch angekündigt. Deutsch ist nicht dabei. Beim iPhone Duo fehlt Siri AI in der EU zum Start sogar ganz.
Ende Oktober sollen dann neue Macs folgen, Gerüchten zufolge erstmals ein MacBook Pro mit Touchscreen.

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