
Apple verliert, aber langsamer als alle anderen, was den Marktanteil steigen lässt
Finanzen am Freitag. Der weltweite PC-Markt ist im dritten Quartal 2026 eingebrochen. Nach vorläufigen Zahlen von IDC wurden 62,7 Millionen Geräte ausgeliefert, 20,1 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Auch gegenüber dem zweiten Quartal ging es um 9,1 Prozent abwärts, obwohl der Herbst sonst stärker ist als der Sommer. IDC erklärt das mit Vorzieheffekten. Hersteller und Handel hätten sich im ersten Halbjahr eingedeckt, um den von der Speicherknappheit getriebenen Preiserhöhungen zuvorzukommen. Diese Nachfrage fehle nun.
Apple bleibt nicht verschont. Die Mac-Auslieferungen sanken laut IDC von 6,7 auf 5,9 Millionen Geräte, ein Minus von 11,3 Prozent. Der Rückgang fällt aber nur gut halb so stark aus wie im Gesamtmarkt, der Marktanteil stieg deshalb von 8,5 auf 9,5 Prozent. Härter traf es die drei Marktführer. HP verlor 30,9 Prozent, Dell 25,0 Prozent und Lenovo 22,6 Prozent. Zusammen gaben sie 4,2 Prozentpunkte Marktanteil ab.
Zum MacBook Neo äußert sich IDC in der aktuellen Mitteilung nicht. Im Juli hatte das Institut den Anteilsgewinn im zweiten Quartal noch mit dem Start des günstigen Notebooks in Verbindung gebracht. Ob das Gerät auch jetzt den Unterschied macht, lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen. Denkbar wäre ebenso, dass Apple weniger Ware vorgezogen hat als die Windows-Konkurrenz und deshalb weniger Lagerbestand abbauen muss.
Für Entwarnung sieht IDC keinen Anlass. Rabattaktionen seien kurzfristig möglich, die Preise blieben aber deutlich über Vorjahresniveau. Die größere Gefahr liege in der Konjunktur, die sich seit dem Sommer eingetrübt habe.

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