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MacBook Pro mit M6

MacBook Pro mit M6 · Bild: Apple

Das Upgrade für Nachzügler ist das MacBook Pro mit M6

Hardware-Dienstag. Apple hat heute (27.10) das 14-Zoll-MacBook Pro mit M6 vorgestellt. Pünktlich zum Hardware-Dienstag, aber eher als Vorgruppe. Das eigentliche Spektakel soll laut Bloomberg erst am Mittwoch folgen, wenn Apple ein MacBook Pro mit OLED-Touchscreen zeigen wolle. Das M6-Modell bleibt beim bekannten Gehäuse und beim Liquid Retina XDR Display. Es ist das neue Einstiegsmodell der Pro-Reihe, nicht deren Speerspitze.

With the powerful M6 chip, we’re taking performance to the next level, with a boost in CPU speed and graphics and even more powerful capabilities for on-device AI.
[ Shelly Goldberg, Apple VP of Hardware Engineering ]

Unter der Haube hat sich dennoch einiges getan. Der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigte M6 bringt je zwölf CPU- und GPU-Kerne mit, jeweils zwei mehr als der M5. Apple verspricht bis zu 30 Prozent mehr Grafikleistung und bis zu 25 Prozent schnellere KI-Workloads. Die Neural Engine sei sogar bis zu 1,9-mal schneller. Der Arbeitsspeicher beginnt bei 16 GB und endet bei 32 GB, die Bandbreite steigt auf 170 GB/s. Neu sind zudem WLAN 7 und Bluetooth 6.

Wo ist das Gerät state-of-the-art? Bei der Effizienz. Apple beansprucht den weltweit schnellsten CPU-Kern und eine branchenführende Leistung pro Watt. Die Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden sei die längste, die je ein Mac erreicht habe. Und die Leistung bleibe im Akkubetrieb dieselbe wie am Netzteil. Auch bei lokaler KI spielt das MacBook Pro vorn mit, solange die Modelle in 32 GB passen.

Ansonsten ist das Display dasselbe Mini-LED-Panel wie zuvor. Die drei USB-C-Buchsen beherrschen Thunderbolt 4, nicht Thunderbolt 5 wie die teureren Pro-Modelle. Und Siri AI, eines der Verkaufsargumente von macOS 27, spricht laut Apples eigener Fußnote bislang kein Deutsch.

Für wen lohnt sich das Upgrade? Für alle, die noch einen Intel-Mac oder ein MacBook mit M1 nutzen. Gegenüber dem M1 verspricht Apple bis zu elfmal schnellere Grafik, bis zu 13-mal schnellere KI und vier Stunden mehr Laufzeit. Intel-Umsteiger gewinnen sogar bis zu 14 Stunden. Wer ein M4 oder M5 besitzt, sollte das Geld dagegen behalten. Apples eigene Vergleichsmessungen gegen das M5-Modell landen bei Faktor 1,2 bis 1,3.

< tl;dr />
Das MacBook Pro mit M6 ist ein Effizienzwunder im alten Gewand. Für Besitzer eines M1 oder Intel-Macs ist es ein großer Sprung, für M4- und M5-Nutzer ein teures Déjà-vu. Bleibt der Preis. In den USA kostet das Gerät unverändert 1.999 Dollar. Hierzulande verlangt Apple 2.299 Euro, im Bildungsbereich 2.179 Euro. Dafür gibt es 16 GB Arbeitsspeicher und laut US-Berichten 1 TB SSD. Angesichts steigender Speicherpreise ist ein stabiler Preis fast schon eine Nachricht. Wer allerdings ernsthaft lokale Sprachmodelle betreiben will, stößt mit 32 GB schnell an das Ende der Konfigurationsliste.

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