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Maserati Quattropummelchen

War der Quattroporte schon eine Konzession an die Alltagstauglichkeit eines Sportwagens, wird nun mit der Ankündigung des Kubang (ja, so heisst der wirklich) auf der IAA in Frankfurt ein Maserati nur noch ein italienischer Porsche. Knapp eine Dekade nach dem Porsche Cayenne will nun auch die Fiat-Tochter in Zusammenarbeit mit der Schwestermarke Jeep ein Schlachtschiff auf die Strasse bringen, das die Eleganz, die die Marke Maserati ausmacht mehr schlecht als recht in das SUV-Segment transportiert.

Über Sinn und Unsinn von Sportwagen, Verbrauch und Umweltbilanz muss man nicht diskutieren. Das sind Nischenprodukte, die aus rationell nicht zu erklären Gründen ihre Existenzberechtigung haben. Bei Van Gogh wird auch niemand ernsthaft eine Umweltbilanz ziehen. Waren die Ölfarben (Öl!!) auch bleifrei? Aber mit dem SUV verliert Maserati emotionales Kapital. Dachte ich bisher an die Marke, konnte ich den Fahrtwind italienischer Passstrassen in einem Roadster im Gesicht und den Druck der Beschleunigung in den Nieren spüren. Jetzt sehe ich vor dem inneren Auge eine tieffliegende Kanonenkugel auf der linken Spur einer deutschen Autobahn.

Ein Rest Hoffnung gibt es: Das Ungeheuer auf Rädern ist bisher nur eine wenn auch seriennahe Studie.

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  1. IAA – Cinqueporte » Motor » Hightech und Blech - 15. September 2011

    […] auf ein Fahrwerk der inzwischen zur FIAT-Gruppe gehörigen Chrysler-Tochter Jeep zu stellen, ein Quattropummelchen. Klar, irrationale Nischenprodukte. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Innovation geht anders, aber die […]

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