Unverantwortlicher Wildwuchs Die Zeitungsverleger haben die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, die "fortwährende Expansion der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender" im Internet durch klare gesetzliche Regelungen zu stoppen. Das im Rundfunkstaatsvertrag verankerte Verbot von Werbung und Sponsoring sei nicht ausreichend, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Volker Schulze. "Es muss klipp und klar festgelegt werden, dass auch E-Commerce, Kleinanzeigenmärkte, Kooperationen mit kommerziellen Anbietern, Computerspiele, kostenlose SMS und Erotik auf den Internetseiten der Sender nichts zu suchen haben".
Die Vorgabe im Rundfunkstaatsvertrag, das Angebot müsse "vorwiegend programmbezogen" sein, sei viel zu schwammig. Es gebe einen "unverantwortlichen Wildwuchs", der weder mit dem Auftrag zur Grundversorgung noch mit der Entwicklungsgarantie des öffentlich- rechtlichen Rundfunks in Einklang zu bringen sei. Private Anbieter würden durch die gebührenfinanzierten Sender im Markt behindert. Als Beispiele erwähnte Schulze, dass einzelne Sender im Internet Shops´unterhielten, wo unter anderem Haushaltsgeräte und Lesebrille gekauft werden könnten. Man finde Gewinnspiele mit Firmensponsoring und sogar direkte Links auf die Seiten von Erotik-Anbietern. Außerdem gebe Stellenmärkte wie beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) sowie komplette Restaurant- und Kneipenführer für Großstädte. Autor: emarket
Weiterführende Informationen
www.ard.de
www.zdf.de
www.mdr.de

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