Digitaler Sommer Der Sommer naht, und wem noch eine Digitalkamera für die homepage-tauglichen Urlaubsfotos fehlt, sollte beizeiten das Marktangebot sondieren.
Bei Canon vermelden zwei populäre konventionelle Kamerareihen digitalen Nachwuchs. Die Digital IXUS ist von vorne ihren APS-Schwestern wie aus dem Gesicht geschnitten: Das IXUS-typische Metallgehäuse im Format einer Zigarettenschachtel bietet CompactFlash-Karte, Lithium-Ionen-Akku und (im Ruhezustand) einem Zweifachzoom mit 35 bis 70 kleinbildäquivalenten Millimetern Platz. Im Dreipunkt-Autofokus und einer 64-Zonen-Mehrfeldbelichtungsmessung, die auch schwierige Kontrastverhältnisse meistert, bewährt sich die Kompetenz eines traditionellen Kameraherstellers; die 2,1 Millionen Pixel des CCD-Chips sorgen für solide Bildqualität, die per USB-Schnittstelle auf dem Macintosh und über Videokabel auf dem Fernseher beurteilt werden kann. Die digitale IXUS, die in der ersten Juniwoche zu einem Preis von zirka 1600 Mark in den Handel kommen soll, fügt sich in die Familie ein, deren Zubehör (www.ixuscollection.com) mitgenutzt werden kann. Für den schnorchelnden Strandurlauber bietet sich ein bis zu 3 Meter Tiefe wasserdichtes Allwetter-Gehäuse für zirka 450 Mark an, aber der Kauf einer weiteren Speicherkarte erscheint noch dringender: die mitgelieferten 8 Megabyte reichen nur für einen Wochenendtrip.
Auch die Liebhaber von Canons Spiegelreflexkameras der EOS-Serie werden ihr System bald um einen digitalen Body erweitern können. Die EOS D30 verwendet erstmals im semiprofessionellen Marktsegment einen CMOS-Bildwandler; das prinzipbedingt höhere Bildrauschen dieses Sensortyps will Canon mit einer auf dem Chip integrierten Rauschunterdrückung in den Griff bekommen, um so die Vorteile von CMOS gegenüber den sonst üblichen CCD-Elementen zur Geltung zu bringen – so wird die digitale EOS bei einer Empfindlichkeit von ISO 100 (ISO 100 bis 1600 sind einstellbar) Bildsequenzen mit bis zu knapp drei Bildern pro Sekunde aufnehmen können. Aufgrund der gegenüber dem Kleinbildformat kleineren Sensorfläche zeichnet der 3,1-Millionen-Pixel-Chip einen um den Faktor 1,6 kleineren Bildwinkel auf, so daß das 28-Millimeter-Weitwinkel einer konventionellen EOS als digitale Normalbrennweite gelten kann. Ein Dreipunkt-Autofokus, eine 35-Zonen-Mehrfeldbelichtungsmessung sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Belichtungsprogramme entsprechen der Ausstattung konventioneller Spiegelreflexkameras; der Besitzer einer analogen EOS findet alle vertrauten Bedienelemente an den gewohnten Positionen vor und muß sich lediglich mit den Eigenheiten der Digitalfotografie vertraut machen. Die D30 speichert Bilder mit bis zu 2160 mal 1440 Pixeln bei 36 Bit Farbtiefe auf CompactFlash-Karten des Typs 1 oder 2; auch eine Microdrive-Minifestplatte läßt sich also einsetzen. Zur Datenübertragung dient, wie mittlerweile üblich, die USB-Schnittstelle.
Mit der Verfügbarkeit der EOS D30 ist erst für Ende August zu rechnen; der Preis von zirka 6000 Mark bewegt sich am unteren Ende des in diesem Marktsegment Üblichen, läßt aber Urlaub und Kamerakauf ohnehin eher als Alternativen erscheinen.
Weiterführende Informationen
www.powershot.de
www.ixuscollection.com

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