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Apple? 200!

Apple HomePod-Pro · Bild: Midjourney

Apple räumt bei Siri und Vision Pro auf und plant neue Hardware

Mac-Montag. Apple strukturiert seine Teams rund um Siri und die Vision Pro um und streicht dabei nach übereinstimmenden Berichten rund 200 Stellen. Der Konzern hat den Schritt gegenüber Bloomberg bestätigt und spricht von einer Neuausrichtung, die zugleich neue Rollen schaffe. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich intern auf andere Positionen bewerben können.

Die Zahlen verteilen sich laut Mark Gurman ungefähr hälftig. Etwa 100 Stellen entfielen in der Vision Products Group, weitere rund 100 in den Teams für Siri und Software, konkret in der Einheit Intelligent Systems Experience. Das Gaming-Team der Vision Pro werde weitgehend aufgelöst, die Produktion aufwendiger immersiver Videos zurückgefahren. Künftig setze Apple stärker auf 3D-Inhalte von Drittherstellern, weil die eigenen Produktionen zu teuer geworden seien. Vision Pro und visionOS blieben trotzdem im Programm, ein neues Modell werde intern frühestens für Ende 2028 diskutiert.

Der eigentliche Hebel liegt bei Siri. Bei der WWDC im Juni hat Apple eine KI-gestützte Neufassung des Assistenten auf grundlegend neuer Architektur vorgestellt, die ab September die alte Siri auf allen Apple-Intelligence-fähigen Geräten ablösen soll. Wer geht, sind offenbar die Ingenieure der Alt-Architektur, während die frei werdenden Ressourcen in die neue KI-Siri fließen. In der EU bleibt der Assistent vorerst nur auf dem Mac und nur in US-Englisch nutzbar, eine direkte Folge des Streits mit der Kommission über den Digital Markets Act. Die Lücke zwischen US- und Europa-Nutzern dürfte sich damit weiter öffnen.

Zusammen ist das keine Kehrtwende, sondern eine Umschichtung. Zwei getrennte Wetten unter einem Dach. Die Vision-Pro-Einschnitte folgen dem alten Apple-Reflex, kühl zu stutzen, was sich nicht rechnet. Der Siri-Schnitt hingegen fällt in den denkbar heikelsten Moment, ausgerechnet während der Assistent im KI-Vergleich hinter ChatGPT und dem in iOS integrierten Gemini herläuft.

Die freigeräumten Kapazitäten deuten auf das, was Apple bereits im Code seiner Betriebssysteme durchscheinen lässt. Im macOS-26.7-Code sind laut Engadget und MacRumors Hinweise auf ein lang erwartetes Home-Hub-Gerät aufgetaucht, intern J490, verschiedentlich als HomePad oder HomePod mit Display gehandelt. Bemerkenswert ist die Bedienlogik. Der Startbildschirm soll Faces und eine Face Gallery bieten, dazu Complications und Smart Stacks. Das Gerät funktioniere also weniger wie ein iPad und mehr wie eine stark vergrößerte Apple Watch, auch wenn der Bildschirm selbst ein quadratisches Panel von etwa sieben Zoll sein soll. Zwei Varianten seien in Arbeit, eine für den Tisch und eine für die Wand.

Der Zeitpunkt hängt an der Software. Gurman zufolge sei die Hardware längst fertig und werde von Apple-Mitarbeitern zuhause getestet, ausgebremst habe sie stets die verspätete Siri. Erwartet wird das Home-Hub-Gerät zwischen Oktober 2026 und Anfang 2027. Bereits im Herbst sollen ein aufgefrischter HomePod mini und ein neues Apple TV 4K erscheinen, beide mit schnelleren Chips für die neue Siri.

Damit ergibt der Umbau eine klare Linie. Apple opfert die spektakuläre, aber unrentable Kopf-Hardware zugunsten unauffälliger Alltagsgeräte, die den Assistenten ins Wohnzimmer bringen. Ob die KI-Siri diese Geräte trägt, entscheidet sich erst nach dem Start.

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Apple streicht rund 200 Stellen bei Vision Pro und Siri, schafft dafür neue KI-Rollen und verschiebt den Fokus von immersiver Kopf-Hardware auf smarte Alltagsgeräte. Der lang erwartete Home Hub mit Display, bedient wie eine riesige Apple Watch, soll zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 kommen. Er steht und fällt mit der neuen KI-Siri, die in Europa vorerst nur eingeschränkt läuft.

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