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Firefox 157

Firefox 157

Die neuste Version von Firefox will kein Chrome sein

Mobile Media mit Mozilla. Mozilla hat am Dienstag (29.9) Firefox 157 veröffentlicht und damit das größte optische Update seit dem Proton-Design von 2021 auf Desktop und Mobilgeräte gebracht. Das neue Design namens Nova setzt auf rundere Tabs, überarbeitete Menüs, eine neue Adressleiste und pastellige Farbtöne. Wem das zu bunt ist, wählt über den neuen Theme-Picker eine zurückhaltendere Variante. Der vermisste Compact Mode kehrt zurück und schafft mehr Platz für Webinhalte. Die alte Seitenleiste lässt sich vorerst wiederherstellen. Wer Firefox per userChrome.css umbaut, muss seinen Code womöglich anpassen.

Unter der Haube decodiert Firefox AV1 in WebRTC-Videocalls jetzt per Hardware. Blasse 8-Bit-HDR-Videos unter Windows sind behoben. Amazon fliegt als voreingestellte Suchmaschine raus, Firefox Suggest erreicht weitere europäische Länder. JPEG XL hat es nicht mehr in die Version geschafft und soll mit Firefox 158 am 13. Oktober folgen.

Im Interview bei Ars Technica erklärt Firefox-Chef Ajit Varma, was er sich vom Redesign verspricht. Der modernere Auftritt solle die Trägheit der Nutzer:innen durchbrechen. Das stärkste Argument für Firefox sei aber schlicht, dass er nicht Chrome sei. Während Edge zur Copilot-App werde und Google Gemini offensiv in Chrome dränge, lasse sich KI in Firefox vollständig abschalten. Weniger als zehn Prozent der Entwicklungsarbeit flössen in KI-Funktionen, der Rest in die Gecko-Engine und Webstandards. Googles Abkehr von Manifest V2 und damit von vollwertigen Werbeblockern habe Firefox viele Wechsler beschert. Früher habe Mozilla zu langsam entschieden, räumt Varma ein. Inzwischen helfe ausgerechnet KI beim Tempo.

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Firefox 157 sieht moderner aus und macht KI zur Option statt zur Pflicht. Ob Rundungen reichen, um Chrome-Nutzer:innen zu bewegen, bleibt offen, denn der Widerspruch bleibt. Firefox dümpelt bei einem Marktanteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich, und ein Großteil von Mozillas Einnahmen stammt weiterhin aus dem Suchmaschinendeal mit Google. Mozilla wirbt also mit Unabhängigkeit von jenem Konzern, der die Rechnungen bezahlt.

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