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Apple 2016

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Glaskugel. Statt in die Glaskugel schaut man auf das Display der Apple Watch. Dieser Blick verrät jedoch von der Zukunft auch nur die nächsten Termine. Zum Jahresanfang fällt der Kurs der Apple-Aktie kurzzeitig unter 95 US-Dollar. Obwohl sich China von der Export-Nation umbaut zur Konsum-Gesellschaft (mit entsprechenden Wachstumsraten im privaten Sektor) sieht man an der Börse Risiken im größten Markt – auch für Apple.

Vorhersagen sind schwer, aber ich denke, 2016 wird anders als vorherige Jahre. Sicherlich wird es Updates von iPhone und iPad im Zeitfenster September bis Oktober geben, aber Apple muss mehr machen und wieder innovativer werden. Denn das wichtigste Apple-Produkt ist das iPhone. Es trägt Apple zu 2/3 und zieht mehr als 90 Prozent vom Profit aus dem Smartphone-Markt. Apple größte Herausforderung lautet daher, wie kann man auch 2016 und darüber hinaus viele Telefone verkaufen.

Mein Tipp: Mehr Modelle. iPhone 5e oder iPhone 6c, iPhone 7c und iPhone 7s und 7s Plus. Das iPhone 6s bleibt im Angebot und alle Geräte gibt es in 4,7 und 5,5 Zoll und das 5e in 4 Zoll. Den Anfang machen die Entry-Modelle 5e, 6c und 7c. Das 7c ist ein iPhone 6s in Bunt und mit neuen Wireless-Komponenten. Das 6c wird ein iPhone 6s in Bunt und beim 5e handelt es sich um ein Basis-Modell vom 5s in Kunststoff.

Zur Frühjahrskollektion gesellen sich neue Modelle von Apple Watch 2: bunt, sportlich und modisch passend.

Im Sommer stellt Apple neue Software vor: iOS 10 und OS X 10.12. Aber die wichtigste Baustelle ist das 15 Jahre alte iTunes mit seinen Download-Angeboten. Marketing-Chef Phil Schiller wird dort aufräumen. Man darf gespannt sein, wie Apple Mac-Programmierer und iOS-Entwickler bei der Stange halten möchte und wie sich iOS-Apps finanzieren sollen, wenn Apple aus der In-App-Werbung aussteigt.

Das Ziel wird sein, den Nutzer zu regelmäßigen Ausgaben zu bewegen. iTunes Match und Apple Music sind bereits zwei Music-Abonnements von Apple. Abgesehen von Office und Creative Suite fällt es mir schwer, das Abo-Modell auf Apps zu übertragen.

Eine weitere Trendlinie ist die vom Apple-TV, und zwar vom Bildschirm-Adapter für iTunes zur vollwertigen Spielekonsole. An der Software wird Apple einiges drehen.

Im Herbst wird wieder einmal alles auf die Flaggschiff-Produkte iPhone und iPad hinauslaufen. iPad mini, iPad Air und iPad Pro dürften modernisiert werden. iPhone 7 komplettiert die iPhone-Trendlinie aus dem Frühjahr und bekommt begleitend eine Kollektion schmucker Apple-Watch-Editionen.

Zwischendurch wird Apple ein paar kleinere Anpassungen an den Ausstattungen seiner Computer vornehmen. Im Fokus stehen Mac-Book-Computer und die iMacs. MacBook Air könnte eingestellt werden. Mac mini und MacBook Pro ohne Retina bleiben preiswerte Einstiegsprodukte für Switcher, die vom PC wechseln. Fraglich, ob Apple den Mac Pro aktualisieren wird. Dann schon eher das Thunderbolt-Display. Schwerpunkt und Cash-Cow sind die Retina-Mac-Books. Ich könnte mir vorstellen, dass Apple ein 14-Zoll-Modell vom MacBook bringen wird, denn das ist ein Formfaktor im Trend.

CarPlay und iCar werden uns 2016 begleiten. Das Apple-Auto kommt erst 2019. Bis dahin lässt sich Apple die iPhone-Car-Play-Implementation von anderen Herstellern perfektionieren.

[ Bild: Martin Hajek ]

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