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Werbung für Juden-Hasser

keep-calm-and-like-us-on-facebook-242 Fucking Friday bei Facebook oder Shabbat shalom. Facebook möchte so ein schöner, sicherer Ort sein, dass man sich dort mit seinen echten Freunden langweilen wird. Aber wie es aussieht, hat sich Facebook nicht im Griff. Mal ist es der Algorithmus, mal ein interne Richtlinie und mal sind es die Nutzer. Wie schön, dass das Soziale Netzwerk die Verantwortung von sich weist und stets bemüht ist, noch mehr zu lernen, um sich zu verbessern. Ich denke, es sind die Mitarbeiter, denn die programmieren den all-mächtigen Algorithmus.

propublica.org: Facebook erlaubte Werbung in der Zielgruppe der Juden-Hasser. Der Algorithmus soll Education > Fields of study > Jew hater selbständig angelegt haben. Das Unternehmen verspricht eine Untersuchung …

das Problem mit der Reichweite ist auch noch nicht behoben:
heise.de: Facebook erreicht Millionen Deutsche, die es gar nicht gibt, legt aber Wert auf die Feststellung, dass die über Facebook erreichbaren 12 Millionen von tatsächlich in Deutschland lebenden neun Millionen Menschen in der Zielgruppe der 20- bis 29-jährigen eine geschätzte Reichweite seien und nicht den Bevölkerungsdaten entsprechen müssten. Schon klar …

… fehlt ja nur noch Russland.
thedailybeast.com: Fake-News-Kampagnen von Nutzer-Konten, die mit Russland in Verbindung stehen könnten, haben Einfluss genommen auf den US-Wahlkampf und mindestens 23 Millionen Nutzer erreicht, eventuell bis zu 70 Millionen US-Amerikaner.

Russian Memes Google Photos

So sahen die Fake-News-Motive aus, die US-Wähler bei Facebook radikalisiert haben
[ Bild: Google Photos Russian Memes ].

Facebook is so accustomed to treating its ‘internal policies’ as though they were something like laws that they appear to have a sort of blind spot that prevents them from seeing how ridiculous their resistance sounds. To use the cliche, it feels like a real shark jumping moment. As someone recently observed, Facebook’s ‘internal policies’ are crafted to create the appearance of civic concerns for privacy, free speech, and other similar concerns. But they’re actually just a business model.
[ talkingpointsmemo.com ]

cnn.com: Auch nach einer Woche kann Facebook den russischen Einfluss im US-Wahlkampf nicht beziffern. Für mindestens 100.000 US-Dollar wurden Anzeigen von Troll-Konten geschaltet.

YouTube und Google

alexaobrien.com: Google sperrte das YouTube-Konto von Alexa O’Brien und leitet die Löschung des zugehörigen Google-Kontos ein. O’Brien nutzte YouTube um Aussagen von Chelsea Manning und Propaganda von Al Qaeda abzugleichen.

E-Mail

theconversation.com: Nur reine Text-E-Mail ist sichere E-Mail. Das ist nun wahrlich keine neue Erkenntnis und sollte im Business-Umfeld auch so implementiert werden – selbst, wenn dann Outlook nicht läuft.

Und sonst so?

Twitter

privacyinternational.org: Aussagen bei Twitter können und werden im Zweifelsfall gegen Verdächtige genutzt.

A slew of third party companies offer police and security services tools to pull information from social media, data broker databases, and public records, into a centralised hub, use software to organise and analyse the data, and turn it into actionable intelligence. This intelligence could be information about the likelihood of a suspect becoming violent, the movement of activists, or the likelihood someone is a terrorist.

< update />
Ungeheuerlich, was Verbraucherschutz und Justizministerium dem so Sozialem Netzwerk Facebook durchgehen lassen. Immerhin hatte Facebook schon vor Monaten versprochen, gegen Hate-Speech vorzugehen. Wie kann man denn trotzdem noch Zugang auf die Zielgruppe Jew Hater verkaufen?

Twitter ist übrigens kein bisschen besser.
thedailybeast.com: Twitter verkauft Werbung an Kunden, die Nutzer ansprechen möchten mit Interesse an wetback ( illegale Einwanderer (, die sich auf dem Weg in die USA nasse Füße im Rio Grande geholt haben )), Nazi und Nigger.

< update (21.9) />
Sheryl Sandberg aus dem Management bei Facebook gibt zu, dass bei Facebook niemand davon ausgegangen ist, dass Nutzer zur kreativen Nutzung der zur Datensammlung angebotenen Formulare neigen. Jemand der „how to burn Jews“ gelernt haben will, sei nicht weiter aufgefallen.

Drei Maßnahmen werden ergriffen:
a) Anzeigen müssen sich ab sofort an community standards halten
b) Menschliche Mitarbeiter kontrollieren neue targeting terms
c) Facebook-Nutzer sollen mißbräuchliche Nutzung von Anzeigen selbst melden können …
[ facebook.com/sheryl ]

Wie soll aber gerade letzteres funktionieren bei optimal zugeschnittener Werbung? Juden-Hasser, die Werbung für Juden-Hasser sehen, werden sich wohl kaum über Werbung für Juden Hasser beschweren.
Einträge wie Schule des Lebens bei Bildungseinrichtung sprechen Bände. Facebook mag zwar vieles wissen, aber die Menschen kennt es trotzdem nicht.

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